Über den Aufbau meiner Geschäftsbereiche, finanzielle Verantwortung, öffentliche Kritik und warum Respekt für mich keine Verhandlungssache ist.
In der dritten Episode des offiziellen Jani-Records-Podcasts möchte ich mich persönlich zu Wort melden.
Dieses Mal geht es nicht ausschließlich um Musik, Veröffentlichungen oder die aktuellen Entwicklungen bei Jani Records.
Es geht um mich als Janine Lang, um meine unternehmerischen Projekte, meine Erfahrungen und einige Dinge, die ich schon länger einmal öffentlich ansprechen wollte.
Denn in letzter Zeit hat sich vieles verändert. Gleichzeitig merke ich, dass diese Veränderungen Fragen aufwerfen und teilweise auch zu Missverständnissen führen.
Deshalb möchte ich einige Zusammenhänge erklären und gleichzeitig eine klare persönliche Haltung vermitteln.
Janine Lang, Flying – Trans Girl und Jani Records – warum drei Ebenen?
Eine Frage, die mich immer wieder erreicht, betrifft meine unterschiedlichen öffentlichen Auftritte.
Warum gibt es Janine Lang, Flying – Trans Girl und Jani Records? Warum konzentriere ich mich nicht einfach auf eine einzige Marke?
Die Antwort liegt in der unterschiedlichen Ausrichtung dieser Bereiche.
Janine Lang ist meine persönliche und übergeordnete Unternehmensebene. Hier laufen meine organisatorischen und unternehmerischen Aktivitäten zusammen.
Flying – Trans Girl ist meine Künstler- und Content-Identität. Dort stehen Musik, Podcasts, Videos, persönliche Inhalte und weitere kreative Projekte im Mittelpunkt.
Jani Records bildet dagegen den Label-, Medien-, Produktions- und Veröffentlichungsbereich.
Alle drei Ebenen gehören zu meiner Gesamtstruktur, übernehmen aber unterschiedliche Aufgaben.
Die Trennung ist bewusst gewählt, denn nicht jede Tätigkeit, die ich als Künstlerin ausübe, muss automatisch mit den organisatorischen Aufgaben eines Musiklabels gleichgesetzt werden.
Warum Flying – Trans Girl auch für Jani Records wichtig ist
Hinter meiner Künstleridentität steckt noch ein weiterer Gedanke.
Flying – Trans Girl ermöglicht es mir, die Abläufe hinter künstlerischen Projekten praktisch kennenzulernen.
Dazu gehören beispielsweise Musikveröffentlichungen, die Zusammenarbeit mit Vertriebsplattformen, Künstlerverifizierungen, digitale Veröffentlichungsprozesse und die Pflege öffentlicher Künstlerprofile.
Diese Erfahrungen helfen mir dabei, Jani Records weiterzuentwickeln.
Bevor ich irgendwann externe Künstlerinnen, Künstler oder andere kreative Projekte betreue, möchte ich selbst verstehen, welche Aufgaben, Schwierigkeiten und Verantwortlichkeiten damit verbunden sind.
Ich möchte nicht einfach nur Dienstleistungen anbieten, sondern die dahinterstehenden Prozesse nachvollziehen und beherrschen.
Jani Records befindet sich weiterhin im Aufbau
Auch wenn Jani Records bereits eigene Websites, Veröffentlichungen und öffentliche Auftritte besitzt, befindet sich der Geschäftsbereich weiterhin in der Aufbauphase.
Langfristig möchte ich dort deutlich mehr als klassische Musikveröffentlichungen ermöglichen.
Musik, Podcasts, Publishing, E-Books, Hörbücher, Medienproduktion und weitere Dienstleistungen gehören zu meinen Überlegungen.
Allerdings unterscheide ich ganz bewusst zwischen dem, was bereits umgesetzt wurde, dem, woran ich aktuell arbeite, und dem, was eine langfristige Zukunftsvision darstellt.
Eine Vision ist keine Behauptung, dass bereits alles existiert.
Gleichzeitig möchte ich Jani Records so entwickeln, dass die Marke eines Tages unabhängig von meiner eigenen Künstleridentität und perspektivisch auch mit weiteren Menschen fortgeführt werden kann.
Deshalb ist mir eine klare organisatorische Trennung besonders wichtig.
Warum ich derzeit keine externen Künstler aufnehme
Bereits während der Aufbauphase haben mich Anfragen von Menschen erreicht, die gerne mit Jani Records zusammenarbeiten oder ihre Projekte dort veröffentlichen möchten.
Über dieses Interesse freue ich mich grundsätzlich.
Allerdings möchte ich noch einmal deutlich machen, dass Jani Records derzeit keine externen Künstlerinnen, Künstler oder andere kreative Projekte zur Betreuung aufnimmt.
Eine professionelle Zusammenarbeit erfordert klare Vereinbarungen, geeignete organisatorische Strukturen und rechtlich geprüfte Vertragsgrundlagen.
Diese Voraussetzungen möchte ich sorgfältig aufbauen, bevor ich entsprechende Verpflichtungen eingehe.
Es geht mir dabei nicht darum, Menschen auszuschließen, sondern verantwortungsvoll zu handeln.
Der Aufbau wird aus privaten Mitteln finanziert
Ein weiteres Thema, über das ich in der Podcast-Folge offen spreche, ist die Finanzierung.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme finanziere ich meine Projekte aus eigenen privaten Mitteln.
Es stehen mir dafür derzeit keine Einnahmen oder Spenden zur Refinanzierung zur Verfügung.
Gleichzeitig entstehen bereits Kosten für Internet, Telekommunikation, Websites, Software, rechtliche Betreuung und technische Infrastruktur.
Diese Ausgaben betreffen meine gesamte Struktur und nicht ausschließlich Jani Records.
Deshalb muss ich regelmäßig entscheiden, welche Anschaffungen sinnvoll sind, welche Dienstleistungen ich tatsächlich benötige und welche Projekte zunächst warten müssen.
Nicht jede Idee kann sofort finanziert werden.
Unternehmerisch zu denken bedeutet für mich auch, vorhandene Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen und meine Grenzen zu kennen.
Kritik ist erlaubt – persönliche Angriffe sind etwas anderes
Leider begegnen mir neben positiven Rückmeldungen auch immer wieder abwertende Kommentare und persönliche Angriffe.
Ich möchte an dieser Stelle eines ganz deutlich sagen:
Kritik ist für mich grundsätzlich nichts Schlechtes.
Man darf meine Projekte hinterfragen, meine Entscheidungen anders bewerten oder eine andere Meinung vertreten.
Aber es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen sachlicher Kritik und persönlichen Beleidigungen.
Wenn Menschen versuchen, andere aufgrund ihrer Vergangenheit, ihrer Identität oder ihrer persönlichen Lebensumstände herabzuwürdigen, hat das für mich nichts mehr mit einer konstruktiven Diskussion zu tun.
Ich bin Transfrau, ich habe persönliche Erfahrungen gesammelt und in meinem Leben auch schwierige Zeiten erlebt.
Nicht jede Entscheidung meiner Vergangenheit war richtig. Daraus habe ich gelernt und mich weiterentwickelt.
Aber meine Vergangenheit nimmt mir nicht das Recht, neue Projekte zu beginnen, persönliche Ziele zu verfolgen und mein Leben selbstbestimmt zu gestalten.
Haltung zeigen: Ja! Sich auf das Niveau derjenigen herablassen, die andere angreifen: Nein!
Das ist und bleibt mein Grundsatz.
Bitte respektiert meine Kommunikationswege
Auch die Kommunikation über Social Media spreche ich in dieser Folge an.
Ich freue mich über Menschen, die meine Inhalte verfolgen, Beiträge kommentieren und sich respektvoll austauschen möchten.
Allerdings können meine geschäftlichen und künstlerischen Social-Media-Profile nicht gleichzeitig als allgemeine private Chatangebote dienen.
Besonders problematisch wird es, wenn wiederholt unerwünschte Direktnachrichten, Künstleranfragen oder Anrufe eingehen.
Ich baue mehrere Bereiche auf und übernehme derzeit viele Aufgaben selbst.
Deshalb brauche ich klare Strukturen, geregelte Kontaktwege und die Möglichkeit, meine Arbeit entsprechend zu organisieren.
Respekt bedeutet auch, persönliche und geschäftliche Grenzen zu akzeptieren.
Danke an die Menschen, die mich unterstützen
Bei aller Kritik möchte ich eines nicht vergessen: Es gibt auch viele Menschen, die mich auf meinem Weg begleiten und unterstützen.
Ich bekomme positive Nachrichten, aufmunternde Worte und Rückmeldungen von Menschen, die sich über die Entwicklung meiner Projekte freuen.
Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.
Nicht jede Form von Unterstützung muss finanzieller Natur sein.
Manchmal reichen bereits ein respektvoller Kommentar, ein paar aufmunternde Worte oder echtes Interesse an einem Projekt, um neue Motivation zu geben.
Meine Botschaft: Lasst euch nicht unterkriegen!
Zum Abschluss möchte ich mich besonders an diejenigen richten, die selbst gerade versuchen, etwas aufzubauen.
Vielleicht möchtet ihr Musik veröffentlichen, einen Podcast starten, ein Buch schreiben, ein kreatives Projekt entwickeln oder irgendwann ein eigenes Unternehmen führen.
Vielleicht fehlen euch noch die finanziellen Mittel, die nötige Erfahrung oder die passenden technischen Voraussetzungen.
Und vielleicht gibt es Menschen in eurem Umfeld, die eure Ideen belächeln oder euch einreden möchten, dass eure Ziele ohnehin nicht erreichbar seien.
Lasst euch davon nicht grundsätzlich entmutigen.
Nicht alles funktioniert beim ersten Versuch.
Manche Projekte brauchen Monate oder Jahre, um sich zu entwickeln. Manche Pläne müssen verändert, verschoben oder vollständig neu überdacht werden.
Auch ich bin mit meinen Projekten noch mitten in diesem Prozess.
Wichtig ist für mich, aus Erfahrungen zu lernen, verantwortungsvoll zu handeln und den eigenen Weg nicht allein deshalb aufzugeben, weil andere Menschen ihn nicht verstehen.
Mein Schlussgedanke ❤️
Ich bin Janine Lang.
Ich bin Unternehmerin, Künstlerin und vor allem ein Mensch mit eigenen Erfahrungen, Überzeugungen und Zukunftsplänen.
Mit Flying – Trans Girl und Jani Records möchte ich unterschiedliche kreative und unternehmerische Bereiche langfristig entwickeln.
Dabei werde ich weiterhin Fehler machen, dazulernen, Entscheidungen überdenken und neue Erfahrungen sammeln.
Das gehört für mich zum Leben.
Was ich mir wünsche, ist ein respektvoller Umgang miteinander – auch dann, wenn Menschen unterschiedliche Meinungen vertreten.
Respekt. Toleranz. Vielfalt. Verantwortung.
Und vor allem:
Miteinander statt Gegeneinander.
Eure Janine Lang ❤️
